Designthinking Verband Deutschland  (i.G.)

Es ist Zeit, Zeit für einen Designthinking-Verband Deutschland. Ich sehne mich seit 25 Jahren danach, dass
Designthinking zum intellektuellen Standard in Wirtschaft, Kultur, Bildung und Gesellschaft in Deutschland wird.
Dass Designthinking endlich neue Kuchen generiert, die verteilt werden können.


Neue Kuchen braucht das Land !
(und neue Rezepte)
(und neue Herangehensart und -weise)

Es ist Zeit für neue Kuchen für Deutschland. Die alten sind weitgehend verteilt und verbraucht. Wir laufen Gefahr,
dass wir unsere wertvollen Tugenden in Verteilungskämpfen gegeneinander verraten, dass Deutschland Geld wichtiger
wird als Wohlstand, Fortschritt und/oder Miteinander.

Deutschland profitiert noch immer von den industriellen Pionieren und Unternehmern des 19. Jahrhunderts – allerdings
auch in dem damaligen Geist des Klassizismus, der nicht nur aufklärend war, sondern auch elitär, konservativ und normativ
anweisend. Das Neue des Klassizismus war die Rückbesinnung auf die intellektuelle Werte und Konzepte der Griechischen
Antike und somit weder neu noch visionär und ergo alter Kuchen. Wie attraktiv ist schon alter Kuchen ? ... Aber dennoch
baute Deutschland im 20. Jahrhundert die Kuchen des 19. Jahrhunderts nach den beiden Weltkriegen zweimal wieder auf
und verteilte, was bereits zweimal verteilt war. Mit der Wiedervereinigung Ende des 20. Jahrhunderts verpasste Deutschland
dann wertvolle Zeit und Chancen für neue Kuchen, indem sozusagen ein alter Cupcake primär verteilt wurde. Industriell hat
Deutschland im 20. Jahrhundert zuwenig neue Kuchen gebacken, die verteilt werden könnten.

Neue Rezepte durch neue Herangehensart und -weise braucht das Land !
"Back to the roots" könnte für Deutschland heißen, wieder ein Land der Dichter und Denker zu werden. Wenn das Denkziel, die
Denkvision neue Kuchen hieße, könnte Deutschland immens davon profitieren. Es gäbe dann viel zu tun und viel Mehrwert zu
verteilen. Neue Kuchen werden allerdings nicht mit altem Denken und dem Verhalten generierbar sein, das zu dem Dilemma
alter, verbrauchter Kuchen geführt hat.
Es bedarf aus verschiedensten Gründen, von denen der demografische Faktor der wohl wichtsigte ist, neue Herangehensweise
und insbesondere neues Denken, um rechtzeitig neue Kuchen verteilen zu können und größeren Schaden von Deutschland
abzuwenden. Um auf dem Weg dahin weder zeitliche Knappheit noch Wirtschaftlichkeit noch Innovationspotenz aus dem Blick
zu verlieren, erscheint sowohl sinnvoll als auch zweckmäßig, Designthinking zumindest vorübergehend als Denkinstrument der
Wahl wahr zu nehmen. Designthinking ist seitdem es angewendet wird, an wertsteigernder, mehrwertgenerierender und vermarkt-
barkeits-gewährleistender Forschungs- und Entwicklungsmethode aktuell unübertroffen. Egal wo Designthinking praktiziert und
angewendet wird, es werden potente Ergebnisse und maximale Benefits erreicht. Sowohl für die Auftraggeber als auch für die
Designthinker selbst. Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bildung. Sowohl im Fortschritt als auch in der Schule.
Sowohl in der Forschung als auch im Management dynamischer Märkte.

Die viel zu wenigen Deutschen, die schon bald eine viel größere Wirtschaftsleistung erbringen müssen, als je zuvor in Deutschland,
bedürfen dafür geeignete handlungsorientierte gesamtwirtschaftliche und bildungstechnische Rahmenbedingungen und Strukturen,
Unterstützer und nachhaltige Ermöglicherkultur. Keine Generation vorher hat so Gigantisches bewältigen müssen, wie die Generation,
die ab ca. 2025 beginnt, in die Wirtschaft einzusteigen. Es ist absolut notwendig, dass diese Menschen möglichst dynamisch operieren
können, und ihnen möglichst wenig Steine und Bremsklötze in den Weg gelegt werden.

Das fängt in der Schule an. Es ist bekannt, dass Kinder zum Beispiel an Naturwissenschaftlichem sehr interessiert sind – bis das in der
Schule Pflicht und benotet wird. Deutschland kann sich aber ein Bildungssystem, das demotiviert Naturwissenschaften geschweige
denn ganzheitlich zu lernen, nicht mehr leisten. Schon gar nicht wenn Schulexperimente wie Inklusion unternommen werden, auf die
die Lehrerschaft weder rechtzeitig noch fakultativ zugerüstet wurden. Ich habe selbst Lehrerfahrungen in einer integrierten Gesamtschule
in den Fächern Arbeit, Wirtschaft, Technik (AWT) und Kunst. Ich weiß genau, dass der Bolognaprozess am meisten dadurch gefährdet wird,
dass von den 45 Minuten brutto Unterrichtszeit nur etwa 15 bis max. 30 Minuten netto fruchtbare Stoffvermittlung, weil der Unterricht durch
Unterrichtsstörungen verschiedenster Art aber insbesondere wegen mangelndem Respekt dem Lehrer gegenüber regelrecht torpediert wird.
Im Schnitt wird also ca. 50% der offiziell gehandelten Unterrichtszeit zielführend gebildet. Dies bedeutet für die betroffenen Lehrer einen
unangemessenen und leistungsmindernden Distress hinsichtlich des jeweiligen Jahrescurriculums, für die Schüler eine signifikante Unterver-
sorgung Richtung Lernzielmängel und für Deutschland eine verschwiegene, teils aber schon erfahrbare Bildungszeitbombe, die die wirtschaft-
liche Wettbewerbsfähigkeit Deutschland erheblich gefährdet. Die Frage, die sich daraus logisch ergibt, ist:
Wie kann hier möglichst erfolgsversprechend und insbesondere sowohl rechtzeitig und handlungskompetent gegengesteuert werden ?

Die Designthinking-Antwort lautet erstmal: QUER. Diesmal kann Deutschland nicht mehr warten, bis die Gründe für die mangelhafte Unterrichts-
versorgung von ca. 50 Prozent gefunden und national anerkannt sind ! Zeitgleich muss auch begonnen werden, dass die Schüler eigenverantwort-
lich lernen. Der curriculare Erfolg darf bis auf weiteres keinesfalls ausschließlich Sache der Lehrer sein, sondern muss auf alle Unterrichtsschultern
gerecht verteilt werden ! Dazu zählen übrigens auch Wirtschaft und Politik.
Insgesamt muss es Deutschland gelingen, politische Vision, Wirtschaft und Bildung so zu integrieren, dass es möglichst vielen Beteiligten Lust macht,
in Deutschland zu lernen und zu arbeiten – das Leben lang. Lebenslang Freude daran zu entwickeln, miteinander und füreinander dazu zu lernen,
Herausforderungen zu meistern sowie Innovation und Fortschritt so vielfältig wie möglich zu ermöglichen. ERMÖGLICHEN STATT ANWEISEN.
Deutschland 5.0 ermöglicht und fördert Neues Denken.
Nicht nur im Maschinen- und Automobilbau !


Ein Plädoyer für Deutschlands neue Dichter und Denker :   Designthinker
Deutschlands Neue Dichter und Denker könnten Designthinker sein,
–  die designthinking-gemäß mehrwertige neue Kuchen entwickeln und herstellen,
–  die wohlstandssichernd und wohlstandsmehrend ...
–  das aktuelle, global gesehen relativ paradiesische Deutschland nachhaltig erlebbar machen helfen.

Es ist so kurios wie makaber, dass namhafte Pädagogik-Ausbilder aktuell nicht mehr wissen, was Mathetik ist. Mathetik ist die
Wissenschaft des Lernens, des Sich-Aneignens. Stattdessen werden immer neue Didaktiken und Schuldiveritäten erforscht. Nicht das
Erlernen steht im Vordergrund, sondern das Belehren, das Anweisen, was wie zu verstehen ist. Welch eine Zeit-, Talent-, Interessen-,
Motivations- und Resourcenverschwendung !

DaVinci hat einmal gesagt:  "Traurig der Meister, dessen Schüler ihn nicht überflügelt !"

DaVinci war vermutlich einer der bekanntesten Designthinker ever. Auch er hatte es damals nicht leicht mit seiner inzwischen unbestritten,
historisch außerordentlichen Denkart und -weise, die seinerzeit neue Kuchenrezepte generierte, die erst im 20. Jahrhundert vollständig
merkantil verbraucht wurden. Allein DaVincis Designthinkingerbe eröffnete über 500 Jahre gewaltige Kuchen mit reichlich Wohlstands-
potentiale für sehr, sehr viele Menschen weltweit.
Nun, DaVinci ist zwar tot, aber die Art zu denken, zu entwickeln, zu gestalten und zu vermarkten, ist nach wie vor verfügbar: es das uns
bekannte Designthinking, wie es insbesondere von Hasso Plattner wiederentdeckt und engagiert propagiert wird. Da aber nicht zumutbar
ist, Deutschlands Denkpotentialentfaltung einem Menschen aufzuhalsen, ist es an der Zeit, Designthinking verbandsartig zu organisieren
und in Deutschland zu etablieren. Nach Möglichkeit natürlich mit Hasso Plattner, aber auch mit allen anderen, die Feuer dafür haben,
neue Kuchen für Deutschland zu backen.

Obernkirchen, 13. Dez. 2017, Andreas Weihmann



Vielen Dank für ihr Interesse !
Wenn Sie mitmachen wollen, nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf; ich freue mich drauf. Bis dahin ...