Zur Rolle von Intuition in Design & Wissenschaft, in F&E, Lernen und Unterrichten –
oder: warum Platon und Sokrates zu Recht Vorbilder der Wissenschaft sind :

INTRO:
Hier ensteht mein erstes Buch. Ich hatte schon lange vor, den Zusammenhang von Intuition und Design in Buchform zu veröffentlichen, aber es fehlte bislang immer die Zeit das Buch als Ganzes fertig zu stellen, um es anschließend als fertiges Produkt dem Markt zur Verfügung zu stellen. Doch warum eigentlich nicht ein Buch im Internet schreiben? Interessierte können Tag für Tag, Woche für Woche mitlesen und das Ganze ist auf diese Weise leicht verdaulich und in den Gedanken- und Denkalltag integrierbar.

In dieses Buch werden meine Erfahrungen als Designstudent, Industrial-, Multimedia- und Grafikdesigner ebenso einfließen wie meine Erfahrungen im Messebau, der Konzeptentwicklung, als Salesmanager und Lehrer sowie als MINT-Botschafter, Corporate Identity Berater, Trendscout und Coach.




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Ich kann mir gut vorstellen, kapitelweise Bookletts zu produzieren und zu verkaufen, als auch hinterher das komplette Werk als Buch (individuell) zu produzieren und/oder zum Download als E-Book zur Verfügung zu stellen. Desweiteren werde ich den jeweiligen Fortschritt wohl auch auf einem geeigneten Blog posten. Vielleicht auch bei XING; mal sehen.

Auf jeden Fall werde ich zu Anfang eine Sondierung der teils widersprüchlichen Bedeutungen von Intuition vornehmen, damit im Folgenden der sogenannte Rote Faden leichter erhalten bleiben kann. Soviel schonmal vorweg: Emotion ungleich Gefühl ungleich Intuition. Intuition ist Eingebung von einem Sender zum subjektiven Empfänger und somit Teil von Kommunikation und weder psychosomatisch noch somatophysiologisch.

Ich freue mich auf meine Leserinnen und Leser auf meiner redaktionellen Autorenreise, hoffe, dass ich gut voran komme, und werde eine praktikable Lösung dafür finden müssen, dass diese Seite nicht allzu lang nach unten gescrollt werden muss... – ich mag langes Scrollen nicht so sehr und möchte das anderen auch nicht zumuten, wenn möglich.

Obernkirchen, den 26. 09. 2017 | 17:49

Vorwort

Das von mir, Dipl. Des. Andreas Weihmann, begonnene Werk ist ein Versuch, einen
erkenntnistheoretischen, prozess-methodischen Beitrag im Bereich der Designtheorie
zu leisten und dabei zu prüfen, ob ein potentiell naturgesetzlicher Zusammenhang
von Intuition und Design im Akt des Designens, des Gestaltens ansich als eine causal-
ästhetische intuitive Intelligenz konstatiert werden kann.
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Zudem soll dieses Werk auch der Klärung und ordentlichen Differenzierung bislang
synonym verwendeter Begriffe und Worte im Kontext ›Intuition‹ dienen.
Beispielsweise wird im Begriffskontext ›Intuition‹, ›Bauchgefühl‹ und ›emotionale
Intelligenz‹ aber auch ›Emotion‹ und ›Gefühl‹ synonym verwendet, was hypothesen- und
theorienübergreifend irreführend wirkt.
Doch gerade in diesem extrem sensiblen erkenntniswissenschaftlichen Bereich ist
der klare Gebrauch der zu verwendenden Worte so wichtig, um die menschliche
Kognitions-Gesamtleistungsfähigkeit nicht unnötig zu beschneiden, indem rationaler
Verstand vs. intuitiven Verstand feindbildartig polemisiert werden.

Bückeburg, im September 2012 / Obernkirchen, im März 2016

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Obernkirchen, den 27. 09. 2017 | 09:49


Betrachtungsgegenstand & Forschungsinteresse

Mich interessiert herauszufinden, inwiefern sich die klassische (behavioristische)
Analytik und Synthesebildung eines nicht unwichtigen methodischen Instrumentariums beraubt, das im Engeren mit »Intuition«, im Weiteren aber mit Entdeckungs- und Problemlösungsprozessen an sich im Sinne des sogenannten Designthinking zu tun hat.

Im Speziellen interessiert mich das Phänomen der Prozessinitiierung – zumal der
rechtzeitigen Prozessinitiierung – sowie die meinerseitige Hypothese einer
›prozessimmanenten Prozessregulation‹, ggf. sogar ›prozessimmanenten Prozess-
organisierung‹ im Sinne einer ›prozesseigenen (individuellen) Autoregulation‹, die im
Grunde zunächst rein kommunikativer Natur ist.

Interessant ist dabei auch die Frage, "wer" der Sender im Zuge der Prozessinitiierung
ist, wenn man davon ausgeht, dass der Gestalter in diesem Moment logischerweise
der Empfänger ist. In dem Zusammenhang auch, was die Idee-Kommunikation
initiiert und epochal gesehen organisiert. Denn irgendwie scheinen aus meiner Sicht
alle Gestaltungsprozesse wohlorganisiert und getimed. Design-Gestaltungsprozesse
wie Unterrichtsgestaltungsprozesse wie Gestaltungsprozesse in Forschung und
Entwicklung bis hin sogar im Katastrophenmanagement.
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Hierzu habe ich die Hypothese, dass sich die operativen Kommunikationskomponenten Sender, Medium, Objekt (Information), Empfänger und ggf. Reflektor mitunter empathisch, iterativ, spontan lösungszielführend und -fördernd und/oder sogar kategorisch prinzipiell funktional ändern und sich insofern ambivalent verhalten, damit die optimale Problemlösung bzw. Planzielerreichung gewährleistet bleibt – angefangen von der Prozessinitiierung (POD1) und dem Briefing bis zum Gestaltungs- und Realisierungsprozessende (POS2).

Als Leitmotiv dieser »prozessindividuellen Autoregulation« – wie ich sie erst einmal bezeichnen möchte – vermute ich dabei eine spezielle (Motiv-)Ästhetik, die primär den Gestaltungsprozess selbst und desweiteren dem optimalen Gestaltungsprozessergebnis
innewohnt und dient. Also sozusagen eine Art „Prozess-Optimierer“.

Diesen „Prozess-Optimierer“ möchte ich bis auf weiteres mit »Intuitive Ästhetik« bezeichnen und behaupten, dass er qualitativ-normativen Zwecken zu Gunsten der optimalen Problemlösung dient.

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Obernkirchen, den 28. 09. 2017 | 10:00

Benefitinteresse habe ich unter anderem auch für die Akzeptanz und Aufwertung des Lehrerjobs, der aus meiner persönlichen mehrjährigen Erfahrung tägliches Katastrophenmanagement höchsten Niveaus ist. Aufgrund der Tatsache und des Umstands, dass relativ extrem viel mehr unplanbare Schülerimpulse das geplante Unterrichtsziel gefährden können als bei Naturkatastrophen, kann der Lehrer als primärer Prozessmanager die zeit- und plangerechte Stoffvermittlung aus meiner Sicht eigentlich nur mit hochgradiger intuitiver Prozesssteuerungskompetenz erfolgreich etablieren.

Die Katastrophenqualität wird hierbei meines Erachtens allgemein arg unterschätzt, da es im Unterricht eben nicht nur darum geht, Hardware und Hilfe zu organisieren (wie z.B. bei Naturkatastrophen), sondern unter teils massiven Lernwiderständen vorgesehene Lernziele und Stoffvermittlungsziele rechtzeitig zu erreichen – mit möglichst allen Schülern sowie zudem möglichst attraktiv bzw. lernästhetisch.
Das bevorstehende Forschungsvorhaben soll einem methodologischen Beitrag für die Gestaltungsbereiche Design, Forschung & Entwicklung, Mathetik, Unterricht, Management dienen.

Obernkirchen, 12. 07. 2007 und 07. 12. 2010 und 17. 03. 2016
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Obernkirchen, den 28. 09. 2017 | 10:09

Zur Rolle von Intuition in Prozess und Phasen der Gestaltentwicklung –
speziell in Phasen der Synthesebildung zur Entscheidungsbildung insbesondere in Bezug auf zielgruppenorientierte Lösungsfindung(en)
a) am Beispiel des von mir entwickelten »©Designprozessgraph«, eines Orientierungsmodells
    für Gestaltungsprojekte,
b) an den Beispielen des DesignThinking- und des PRITTI-Konzepts sowie
c) am Beispiel ausgewählter Dialoge von Platon (mit Sokrates) respektive Erkenntnis, 
    Wahrheit und Idee.

Designwissenschaftlich erkenntnistheoretische Untersuchung mit Schwerpunktbetrachtung der prozessgebundenen ästhetischen Gestaltentwicklung und/oder Lösungsfindung, um herauszufinden, welche Rolle Intuition in Gestaltungsprozessen zukommt, und welches
Verhältnis bzw. Bündnis zwischen Intuition und Design (im weitesten Sinne) wahrnehmbar ist
und, ob Intuition die erkenntnistheoretische Lücke in der (so bezeichneten) Ideenlehre Platons zu schließen vermag.

Desweiteren möchte ich das worttechnische Chaos resp. Intuition im Kontext von Kognition, Erkenntnistheorie und Intelligenz klärend entwirren, in dem vieles (leichtfertig) synonym in der Literatur verwendet wird, obwohl damit oftmals logische Brüche einhergehen.

Obernkirchen, im Juli 2002 sowie im Dezember 2010 und seit Januar 2011
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Obernkirchen, den 29. 09. 2017 | 19:09

Design: produktiver Prozess nutzungstechnisch u/o. rezeptiver zielgruppenorientierter Idee-Entfaltung,

Synthese-Bildung & Gestalt-Entwicklung
„Was geschieht wirklich, wenn man denkt und dabei vorwärts kommt? Was sind die entscheidenden Schritte? Wie kommen sie zustande?
Woher kommt die Erleuchtung, der Geistesblitz?“ Dies ist ein Zitat des Untertitels von Max Wertheimers Buch über „Produktives Denken“, übersetzt von Wolfgang Metzger. Produktives Denken ist ganz wesentlich am Weg der Impulse innerhalb eines Entwurfs- bzw. Entwicklungsprozesses am Werke. Design und Designprozesse sind jedoch mehr als eine rationale Verkettung produktiver Denkimpulse. Design integriert gewöhnlich komplexe Teilstrukturen, Subsysteme und verschiedenes Wissen zu einer ästhetischen Synthesegestalt neuer Struktur und Form mit dem Ziel, im Alltag benutzbar und/oder rezepierbar zu sein. Design ist eine Maßnahme, Ideen in Gegenständlichkeit zu transferieren – genauer: Ideen möglichst ganzheitlich ästhetisch zu materialisieren.

Produktives Design(-Denken) hat eine klare Funktion und eine klare Fortschrittsgerichtetheit. Es dient dem Entdecken von potentiellen Aspekten für sinnvolle Kompositionen im Rahmen der Problemstellung.
Design dient darüberhinaus mit pragmatischen, ganzheitlich ästhetischen Evolutionsschritten, zur Entwicklung von Gegenständen und/oder wahrnehmbaren Informationen, die alltäglichen Gebrauchs- und Mehrwert haben: durch Verfügbarmachung von immateriellen Ideen, Thesen, Hypothesen und Konzepten durch erfahrbare bzw. wahrnehmbare Informationen.

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Doch was bedeutet das „Darüberhinaus“ im Gegensatz zum Produktiven Denken, das Wertheimer untersuchte. Historisch betrachtet, sucht man das Produktive Denken im Bereich, in der Zuständigkeit rationaler Intelligenz anzusiedeln. Das heißt, es stellt sich ein rationales Problem, das mit einer rationalen Lösung beantwortet werden soll. Rationale Ergebnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie rational logische und insofern einfach nachvollziehbare, präzise Lösungen anfänglicher Problemdefinitionen sind. Präzise Definitionen entbehren jedoch häufig einer engen Nähe zur alltäglichen Gebrauchbarkeit vor allem im Hinblick auf das jeweilige soziale Umfeld der eigentlichen Nutzung.


Im Design stehen hierfür u.a. die Prädikate der Handlungs- und Nutzungsästhetik oder auch Usablity, die sich designtypisch nicht nur dadurch ausdrücken, dass eine definierte Zielnutzung angenehm und ergonomisch hervorragend ist, sondern auch sonst noch zusätzliche Nutzen und Annehmlichkeiten ermöglicht werden – seien es angenehme Düfte, Farbspiele, (witzig) interessante Oberflächen und Farbkompositionen, anregende Klänge und nichtstörende Geräusche.

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Ein einfaches Beispiel für rationale Problemlösung mag die Kutsche mit Ottomotor sein. Der Ottomotor ist eine hervorragende rationale Lösung, Kräfte in sich so zu transformieren, dass zur physischen Fortbewegung einer Kutsche/eines Fahrzeugs keine Muskelkraft zur Anwendung kommen muß. Nach anfänglicher Begeisterung für diese rationale Pröblemlösung entstehen aber schnell neue Bedürfnisse, die exklusiv nur durch die Antriebslösung Ottomotor initiiert wurden: so wurden die stinkenden und giftigen Abgase, die hohen Lärmwerte, mangelhafter Wetterschutz und Fahrkomfort, schlechte Straßenlage, ja die fehlende Straße selbst erst im Nachhinein jeweils durch weitere rationale Entwicklungsschritte im zeitlichen Rahmen von etwa einem Jahrhundert nachentwickelt. Design hat hierbei lange Zeit einen nebenwichtigen Rang gehabt – und zwar solange, wie die Aufmerksamkeit auf der rein technischen Lösung lag, die noch sehr unbefriedigend im Hinblick auf die ursprünglich anvisierte individuelle Unabhängigkeit von muskelkraft-basierter Fortbewegung war.

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Als man merkte, dass die Handhabung der Bedienungselemente zu unmenschlich war, kam das Design ins Spiel. Das heißt ganz deutlich: Design diente sodann der angenehmen Gebrauchsästhetik von Ottomotor-Kutsche. Und es gibt bei präziser Suche einen deutlichen Evolutionsschritt von der ottomotor-getriebenen Kutsche zum Auto.

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    Ein anderes, etwas älteres Beispiel zeugt von eben nicht rationaler Gestaltungslösung.
Als es Licht wurde, war es nicht nur hell, sondern es wurde – nicht nur nebenbei –  warm, es entwickelten sich Leben, Wahrnehmung, Freude, Liebe, Spaß, Kulturen, Vielfalt, Phantasie, rationale und emotionale Intelligenz, Geist, Wissen, Ideen, Bewußtsein und – Intuition.

DesIgn & IntuItIon      

„Was geschieht wirktechnisch, wenn man tatsächlich denkt, um weiterzukommen und dadurch vorwärts kommt ?  Was geschieht, wenn man intuitive Impulse erhält ?  Sich gewisse Erkenntnis blitzartig in einem erschließt, ohne es sogleich beweisen zu können ?  Welche „Mechanismen“ sind hier am Werke, wenn sich intuitive Sinnhaftigkeit im Geiste manifestiert ?  Ist da(s) vielleicht eine spezielle Art von Intelligenz ?  Der Evolution verbunden, ihr immanent dienend ?   Haben wir es hier eventuell mit einer evolutionalen Intelligenz zu tun? Ist entdeckende Intelligenz gleich intuitiver Intelligenz ? 
Ist Intuition direkter „Zugang“ zur globalen Evolution für das interessierte Individuum?  Und ist Design etwa auch eine Art spezielle Translations-Maßnahme zum Transfer von (globalem) Wissen zu ästhetischen Kompositionen, die der Evolution dienen ?  Ist Design eventuell aktiv induktive Integration von Wissen zu ästhetisch-materiellem Fortschritt? Und was ist dann so hinterfragt Kreativität ? 

In welcher Konstellation, Beziehung stehen Kreativität, Design, Intuition und Intuitive Intelligenz zueinander ?  In welcher Konstellation/Beziehung stehen (Design-)Idee, (Design-)Prozess und (Design-)Ziel zueinander ?  Was sind Ideen ?  Und wie kommen sie zu(Ver)stande ?  Welche Entwicklungen und/oder/bzw. Prozesse liegen Ideen zu Grunde ?
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Was unterscheidet eine Idee von einer Erkenntnis ?  Gibt es intuitionale und andere Ideen ebenso, wie es intuitive und andere, z.B. rationale Erkenntnis gibt ?  Was ist ein Idee- oder    Ideenimpuls und wo „kommt“ er her„Wer“ sendet ihn (her), wenn wir von einer planetaren „Zuständigkeit“ bzw. „Quelle“ ausgehen ?  Wohin ? 
   

Wie sicher ist es, dass Ideen individuell, persönlich sind ?  Und: ist es legitim, Ideen und auf Ideen begründete Erkenntnisse, Entdeckungen und/oder Problemlösungen patentrechtlich zu schützen ?  Ist intuitive Intelligenz globale Intelligenz ?  Welche Ideen dürfen sittlich betrachtet eigentlich tatsächlich geschützt werden ?

 

  Und:  Muss es intuitive Intelligenz heißen, oder intuitionale Intelligenz ?

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Soviel erstmal für heute, Mittwoch, den 04. 10. 2017;

Besuchen Sie diese Seite bald wieder, wenn Sie mögen. Vielen Dank für ihr Interesse !

bis demnächst hier bei " Intuition & Design "
Sie finden dieses Blog-Buch übrigens auch auf intuition-und-design.de
und auf
intuition-und-design.jimdo.de